Waldwege

Wir wurden durch den Landkreis Wittenberg aufgefordert, einige Waldwege (Gem. § 24 Abs. 1) des Landeswaldgesetzes Sachsen-Anhalt – LWaldG) zu kennzeichnen, da ein Befahren mit Kraftfahrzeugen dort nicht gestattet ist.

Leider betrifft dies auch die Durchfahrt vom KiEZ Friedrichsee – am Friedrichsee vorbei – bis zum Anschluß der “Millionensiedlung” auf der großen landwirtschaftlichen Fläche. Dieser Abschnitt ist kein öffentlicher Weg.

Somit ist auch die Zufahrt zum Friedrichsee davon betroffen sowie die Fläche bis zum Strand. Die Behörden werden bei Antreffen von Kraftfahrzeugen ein Ordnungsgeld (ca. 50 – 55 €) erheben.

Durch die Hinweisschilder informieren wir sie darüber, damit jedermann rechtskonform handeln kann.

Es ist uns wichtig, daß der Friedrichsee weiterhin als Erholungsplatz für die Menschen hier zur Verfügung steht und wir freuen uns über jeden, der sich dort in der Natur erholt.

Das Betreten ist jeweils auf eigene Gefahr. Bitte suchen Sie eine Parkgelegenheit außerhalb dieses Bereiches und achten Sie auf die Waldbrand-Warnstufen.

Waldweg Friedrichsee (Quelle der Kartengrundlage: Open Streetmap)

Die gleiche Regelung gilt auch für den Waldweg zum Strand des Langen Sees. Auch hier darf nicht bis zum Ufer gefahren und dort geparkt werden.

Waldweg Langer See (Quelle der Kartengrundlage: Open Streetmap)

Es ist in der Dübener Heide nicht leicht, öffentliche Wege von Waldwegen zu unterscheiden. Es gibt öffentliche Wege, die nicht gekennzeichnet sind und wie Waldwege aussehen und es gibt Waldwege, die besser befestigt sind als diese öffentlichen Wege und den Eindruck erwecken, sie seien öffentliche Wege durch den Wald. Hier muß sich aber jeder selbst informieren, denn eine Kennzeichnung dieser vielen Wege stellt einen großen Arbeits- und Kostenaufwand dar.

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Auszug aus dem Landeswaldgesetz Sachsen-Anhalt:

§ 24 LWaldG
Befahren

(1) Das Befahren der freien Landschaft mit Kraftfahrzeugen ist außer in den Fällen des Absatzes 3 verboten.

(2) Das Befahren der freien Landschaft mit Fahrrädern, Krankenfahrstühlen oder Fahrzeugen ohne Motorkraft ist außer in den Fällen des Absatzes 3 nur auf Wegen gestattet. Dabei ist auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen.

(3) Absatz 1 und Absatz 2 Satz 1 gelten nicht für:

  1. Personen mit Genehmigung der zuständigen Behörde oder mit vorheriger Zustimmung des Grundeigentümers oder des Nutzungsberechtigten, jedoch nicht zu motorsportlichen Zwecken,
  2. Personen im Rahmen der befugten Jagdausübung,
  3. Beschäftigte der unmittelbaren und mittelbaren Verwaltung sowie Personen, die im Auftrag der Verwaltung tätig werden, soweit das Befahren zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist.

Die zuständige Behörde kann die Genehmigung nach Satz 1 Nr. 1 erteilen, wenn

  1. bei Abwägung die Interessen der Antragstellenden diejenigen der Grundbesitzer überwiegen,
  2. die Antragstellenden gewährleisten, dass sie den Grundbesitzern entstehende Nachteile ausgleichen, und
  3. öffentliche Interessen nicht entgegenstehen.


Eine Anhörung kann unterbleiben, wenn die Grundbesitzer unbekannt sind oder die Anhörung mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden wäre.